Was ist die Bemessungsgrundlage?

Stand: 07.10.2026 · Evgenij Vyslanko, Gründer von Resaldo

In einem Satz

Die Bemessungsgrundlage ist der Betrag ohne Umsatzsteuer, aus dem sich die Umsatzsteuer ergibt. Bei der Differenzbesteuerung ist die Bemessungsgrundlage die Differenz zwischen Verkaufspreis und Einkaufspreis ohne die Umsatzsteuer, die darin steckt.

Einfach erklärt

Stell dir die Differenz als Kuchen vor: Ein Stück gehört dem Finanzamt, der Rest ist die Bemessungsgrundlage. Bei der Differenzbesteuerung gilt immer der Steuersatz von 19 %. Deshalb ist das Stück des Finanzamts bei einer positiven Differenz 19/119 davon.

Beispiel: Bruno und das Smartphone für 700 €

Bruno hat ein Smartphone für 500 € von einer Privatperson gekauft und für 700 € auf eBay verkauft.

  1. Differenz: 700 € - 500 € = 200,00 €
  2. Umsatzsteuer: 200 € × 19/119 = 31,93 €
  3. Bemessungsgrundlage: 200,00 € - 31,93 € = 168,07 €
  4. Probe: 168,07 € × 19 % = 31,93 €

Rechnet Bruno mit der Einzeldifferenz und verkauft einen Artikel unter dem Einkaufspreis, ist die Bemessungsgrundlage für diesen Artikel 0 €.

Rechenbeispiel zur Bemessungsgrundlage bei der Differenzbesteuerung: aus 200 € Differenz bleiben nach 31,93 € Umsatzsteuer 168,07 €

Nicht verwechseln mit: Differenz

Die Differenz enthält die Umsatzsteuer noch, die Bemessungsgrundlage nicht. Bei Bruno: Differenz 200 €, Bemessungsgrundlage 168,07 €.

Was das Gesetz sagt

§ 25a Abs. 3 Umsatzsteuergesetz (UStG) regelt: Die Umsatzsteuer gehört nicht zur Bemessungsgrundlage. gesetze-im-internet.de

Verwandte Begriffe

Differenzbesteuerung · Einzeldifferenz · Gesamtdifferenz

Mehr dazu

Ratgeber: Differenzbesteuerung nach § 25a UStG